Die Macht der Gedanken

Über Denkmuster, gläserne Decken und Visionen.

Kennst du James Ray Hines? Die meisten von uns haben von ihm noch nie gehört. Eigentlich sehr schade, denn er könnte ein Vorbild für uns alle sein. James, geboren 1946 war in jungen Jahren ein begnadeter Sportler und Leichtathlet.

Am 20. Juni 1968 lief er als damals 21-Jähriger bei den US-amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaften in Sacramento die 100 Meter in einer Zeit von 9,9 Sekunden. Bei den olympischen Spielen im gleichen Jahr im Oktober 1968 in Mexico-Stadt bestätige er seine Zeit und seinen Erfolg als schnellster Mann der Welt!

James hatte mit seinem Erfolg, die 100 Meter unter den magischen 10 Sekunden zu sprinten, nicht nur eine sportliche Ausnahmeleistung erbracht, sondern er hat die Grenzen der geistigen Einschränkung gesprengt.

Jahre, ja sogar Jahrzehnte lang mühten sich Leichtathleten auf der ganzen Welt ab, um die Hürde der 10 Sekunden-Marke zu überwinden. Sportwissenschaftler, Ärzte und Trainer waren sich zu der damaligen Zeit einig, dass es nicht im Vermögen der Sportler sei, 100 Meter unter 10 Sekunden zu laufen. Sie behaupteten, dass der Körper einfach nicht in der Lage sei, schneller zu laufen. Die Ergebnisse gaben ihnen recht. Denn trotz verbesserter Rahmenbedingungen wie beispielsweise moderne Sprint-Bahnen und hochwertige Laufschuhe liefen die Läufer nicht unter diese magische Marke.

Bis eben zu jenem Tag im Jahr 1968! James Ray Hines gelang es die 100 Meter in 9,9 Sekunden zu sprinten und lieferte damit den Nachweis, dass es eben doch möglich ist, dass ein Mensch unter 10 Sekunden laufen kann. Er war somit nicht nur der Bezwinger der 10-Sekunden-Grenze, sondern gleichzeitig Sprenger der geistigen Ketten!

Nachdem James diese Schwelle überschritten hatte, war er der lebende Beweis für alle anderen Athleten, dass es eben doch möglich ist, so schnell sprinten zu können. Das jahrelange Anrennen gegen die Zeit hatte damit ein Ende!

Das Faszinierende passierte dann später am Tag des 20. Juni 1968. In einem späteren Lauf sprinteten seine Teamkollegen Ray Smith und Charlie Green ebenfalls die 100 Meter unter 10 Sekunden. Dieser Tag gingen fortan als «night of speed» in die Geschichtsbücher ein. Was Menschen jahrelang nicht für möglich gehalten hatten, wurde an einem Tag gleich drei Mal widerlegt. Doch zuerst musste einer zeigen, dass es eben geht!

limitierende Denkmuster auflösen
Wenn jemand zu dir sagt, das geht nicht. Dann denke daran, dass es seine Grenzen sind, nicht deine.

Als ich von dieser Geschichte das erste Mal gehört habe, war ich (mal wieder) sehr beeindruckt davon, was unsere Gedanken für eine starke Kraft haben. Mir fiel auch direkt die Geschichte mit der Hummel ein oder auch bekannt als das „Hummel-Paradoxon“. Du kennst die Aussage wahrscheinlich auch:

Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Da die Hummel die Gesetze der Aerodynamik nicht kennt, fliegt sie dennoch.

Mit der Zeit wissen wir, dass es eine physikalische Erklärung gibt und die Hummel auch auf Basis der Wissenschaft sehr wohl fliegen kann. Doch das Paradoxon hält sich hartnäckig, wahrscheinlich weil wir es so schön finden, dass limitierende Gedanken ausgehebelt werden können.

Die Macht der Gedanken

Wir alle entwickeln im Laufe unseres Lebens gewisse Denkmuster. Dahinter stecken zahlreiche Glaubenssätze und Werte, die in uns verankert sind und geprägt sind durch Familien, Umfeld, Genetik und Kultur. Einige Muster sind förderlich und dienlich, andere wirken eher limitierend und hinderlich. Wenn wir uns jetzt bewusst machen, dass wir am Tag etwa 70.000 Gedanken denken und dabei nur 5 % bewusst steuern, denn stellen wir fest, dass der allergößte Teil mit 95 % unbewusst und automatisiert abläuft. Wenn wir in unserem Leben etwas ändern wollen weil wir nicht glücklich sind oder etwas bestimmtes erreichen wollen, dann macht es Sinn sich die eigenen Denkmuster anzuschauen und bei Bedarf diese zu hinterfragen:

Warum (re-)agiere, handle ich so wie ich es tue? Wie kam es dazu?

Gerade die limitierenden und hinderlichen Denkmuster wirken wie eine gläserne Decke, die dich dran hindert weiter zu kommen, um deine Vorhaben zu realisieren oder überhaupt diese zu träumen. Das sind dann beispielsweise Aussagen wie:

„Was soll meine Familie über mich denn denken? Das traue ich mir nicht zu, das schaffe ich doch niemals. Ich bin nicht gut genug. Sei nicht so maßlos und sei lieber dankbar für das was du schon hast. Das ist nichts für mich. Ich kann das nicht.“

Die Frage, die sich dann stellt: Wie kann ich hinderliche Muster in förderliche umwandeln? In meinen Coachings ist die Beantwortung dieser Frage häufig ein zentrales Element. Es gibt nicht den einen Weg dafür, sondern unterschiedliche Formate und Methoden unterstützen dich, um diese Transformation hinzubekommen.

Wichtig ist bei der Veränderung der Denkmuster, dass es von einem „sich immer wieder Bewusstmachen und aktiv danach handeln“ ins Unbewusste übergeht. Das verlangt Übung und Wiederholung! Je häufiger ich nach dem gewünschten „neuen“ Denkmuster denke und mich danach verhalte, umso besser und schneller wird es regelrecht in Mark und Blut übergehen.

In meinem Blogartikel „Selbstwirksamkeit – was du von Pippi Langstrumpf lernen kannst“ habe ich bereits geschrieben, wie wichtig es ist für die eigene Resilienz und psychische Widerstandskraft, sich von limitierenden Denkmustern zu befreien und an sich und seine Fähigkeiten zu glauben.

limitierende Denkmuster auflösen
Grenzen existieren nur in deinem Kopf.

Phantasie und Träume explizit erlaubt!

Wann hast du das letzte Mal so richtige Visionen und Träume gehabt? Vor allem, wann hast du dir das letzte Mal erlaubt so richtig zu träumen und zu „spinnen“?

Als Kinder sind wir Held*innen darin, uns die Welt und unser Tun in den schillersten Farben und Formen auszumalen. Erziehung, Erfahrung und oft auch die Schule „beschneiden“ regelrecht unsere Träume und Vision, die wir von uns in der Zukunft haben. Doch wie sähe die Welt aus, wenn es keine Menschen gegeben hätte, die nie aufgehört haben zu träumen?

Ich stelle mir gerade den Flugpionier Otto Lilienthal vor, der vom Flug der Vögel so fasziniert war, dass er überzeugt war, dass die Flugkunst auch auf den Menschen übertragen werden kann. Es gab vor und nach ihm zahlreiche Erfinder, die dank ihrer Phantasie und Experimentierfreude die Flugkunst soweit entwickelt haben, dass wir heute es als selbstverständlich sehen, in einem tonnenschweren Aluminium- und Blechgetüm um die Welt zu fliegen.

Oder erinnern wir uns an Steve Jobs? Was wäre die Welt ohne Macintosh, iPod und iPhone? Nicht nur einmal hat er mit seinen grandiosen Ideen und dem Motto „Keep it simple“ unsere technischen Geräte revolutioniert. Er hat Dinge erschaffen, die gab es vorher nicht und nur dank seiner Phantasie, Mut und Willens konnte er mit seiner Vorstellungs- und Umsetzungskraft die Welt verändern.

„Diejenigen, die verrückt genug sind zu denken, dass sie die Welt verändern könnten, sind diejenigen, die es tun.“

Steve Jobs

Deswegen erlaube dir selbst auch wieder zu Träumen und Visionen zu haben. Lass nicht zu, dass deine Denkmuster und dein Verstand deine Vorstellungskraft einschränken. Denn mittels unserer Phantasie können Träume entstehen aus denn womöglich Ziele werden, die wir verfolgen möchten. Wahre Zielsetzungen oder sogar Lebensmissionen entstehen oft in Momenten in den wir gelöst und frei sind, in denen wir gerade nicht in unserem Trott feststecken, sondern unsere Gedanken regelrecht fliegen können. Es gilt es zu schaffen, dass wir nicht gleich bei der ersten Idee oder Vision auf unseren rationalen Verstand hören, der beispielsweise sagt „das ist Spinnerei, das ist nicht zu finanzieren oder das ist absolut größenwahnsinnig“. D.h. deine Idee oder dein Traum darf nicht gleich im Kern erstickt werden, sondern sie dürfen gerne reifen und sich ausschmücken. Doch erlauben, musst es du 🙂

Es liegt dann an uns was wir aus unseren Träumen und Visionen machen. Wenn du fähig und willens bist, kannst du alles schaffen!

In dem Moment wo du das jetzt liest, hörst du womöglich direkt eine Stimme im Kopf die sagt: „Jaja, die hat gut reden. So einfach ist das nicht.“ oder „Wille reicht nicht, ich muss ja auch was besonderes können bzw. ein Talent haben, um erfolgreich zu sein.“

REMINDER: Wenn das so ist, dann denke nochmal an die „Macht der Gedanken“ und deine Denkmuster!

Wie schade wäre es denn, wenn niemand auf dieser Welt Visionen und Träume gehabt hätte? Wo stünden wir dann? Deswegen erlaube auch dir, dein ganzes Licht und deine Visionen in die Welt zu bringen. Wer weiß was sich daraus alles entwickeln kann!?

limitierende Denkmuster auflösen
Alle sagten: „Das geht nicht!“ Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.

Wenn du Gedanken- und Verhaltensmuster entdeckst, die du gerne für dich transformieren möchtest, um mutiger und selbstbewusster durchs Leben zu gehen, dann kontaktiere mich gerne.

In diesem Sinne:

DREAM BIG und JUST DO IT!!

deine Birgit

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