Resilienz – Das Immunsystem deiner Seele

Schlechte Erfahrungen, Probleme, Krankheiten und womöglich Schicksalsschläge sind kein Fehler im System, sondern gehören einfach zum Leben dazu. Wir alle haben im Laufe unseres Lebens Strategien entwickelt, um damit besser oder schlechter umgehen zu können. Wir haben sozusagen ein „Immunsystem für unsere Seele“ entwickelt. Das soll uns dabei unterstützen mit zukünftigen Herausforderungen und Krisen besser klarzukommen.

„Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt spielen zu können.“

Robert Louis Stevenson

Wenn du mal zurückschaust in deinem Leben. War es dann nicht oft so, dass die Krisen in deinem Leben, dich im Nachhinein stärker gemacht haben?

Wenn der Vergleich auch etwas hinkt, doch ich ziehe gerne die Parallele zum Muskel-Kraftaufbau. Weißt du was in deinem Körper bzw. Muskel passiert wenn du Krafttraining machst?

Durch das intensive Training mit Gewichten kommt es zu kleinen Mikrotraumata (kleinen Verletzungen) in den Muskelfasern. Durch die Vermehrung der Satellitenzellen in unseren Muskeln wird dafür gesorgt, dass die Verletzungen „repariert“ werden. Dadurch wird der Muskel stärker und leistungsfähiger. D.h. um erneute Mikrotraumata hervorzurufen, muss der Reiz beim nächsten Mal höher gesetzt werden.

Übertragen auf dich und dein Leben bedeutet es, dass du deine heutige innere Stärke, durch die Krisen und Herausforderungen in deinem Leben entwickelt hast.

Kraft entsteht durch Krisen – Birgit Baron

Das Leben ist ein riesen großes Geschenk und wir sollten es gut für uns nutzen. Ja, manchmal fühlt es sich an als hätten wir zu oft „Hier“ gerufen als der liebe Gott Tiefschläge verteilt hat.

In meinem Blogbeitrag „Resilienz stärken – Kennst du deine Bedürfnisse?“ bin ich bereits darauf eingegangen, dass perse keine Situation gut oder schlecht ist. Erst unsere Gedanken, die diese Situation bewerten, lösen negative oder positive Gefühle aus. Wenn wir über das negative Erleben sprechen, sind in der Regel folgende drei Arten gemeint.

1. Stress

Jede und jeder von uns kennt es und es kommt zu ganz unterschiedlichen Empfindungen: Wir fühlen uns überfordert, nervös, ohnmächtig, aufgekratzt, hipplig, phlegmatisch,….. Stress entsteht in der Regel wenn wir uns den Anforderungen, denen wir gegenüberstehen, nicht (mehr) gewachsen fühlen. Unsere eigenen Ressourcen reichen nicht aus, um das was alles auf uns einprasselt bewältigen zu können. Jeder Mensch reagiert anders auf diesen Zustand. Wie schon bei unsere Urvorfahren, die Stress empfunden haben wenn sie beispielsweise einem Säbelzahntiger gegenüberstanden. Die Reaktionen sind „Fight“ (Angriff), „Flight“ (Flucht) und „Freeze“ (Erstarren).

Stress ist eine Superkraft, die uns in Gefahrensituation totale Energie, Aufmerksamkeit und Fokus schenkt! Doch früher waren die Begegnungen mit Säbelzahntiger glückerweise nicht zu häufig. Auch heute sollten die Stresssituationen wie beispielsweise Prüfungen, zu viele Aufgaben, Zeitdruck, Konflikte, Krankheiten oder zu viel Leistungsdruck nur von kurzer Dauer sein. Denn wenn Stress zum Dauerstress wird, dann kann es gesundheitsschädlich werden!

2. Krisen

Das Wort „Krise“ kommt aus dem Griechischen und heißt „schwierige Lage“. Im psychosozialen Sinn besteht eine Krise im Verlust des seelischen Gleichgewichts. D.h. du bist mit Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert, die du im Augenblick nicht bewältigen kannst. Es kommt dabei häufig zu Überforderungen. Du hast das Gefühl mit bestimmten Situationen oder veränderten Lebensumständen nicht (mehr) zurechtzukommen.
Erlebnisse wie Krankheit, Trennungen, Arbeitslosigkeit, Mobbing oder auch Unfälle können eine akute Krise auslösen. Nicht zuletzt sprechen wir seit 1,5 Jahren auch von einer Corona-Krise. Eine schwierige Lage für unser seelisches Gleichgewicht, doch auch politisch und wirtschaftlich ist eine Krise = schwierige Lage. Von einer Lebensveränderungskrise spricht man, wenn die innere Krise aufgrund von Entwicklungsschritten oder Veränderungen auftritt (beispielsweise Pubertät, Midlife-Crises, etc.)

3. Schicksalsschläge

Im Gegensatz zu Krisen treten Schicksalsschläge radikaler und oft sehr plötzlich ins Leben. Beispielsweise eine schwerwiegende Krankheitsdiagnose, Unfälle, Gewalt, Todesfälle, Insolvenz,… Es werden Tatsachen geschaffen und oft gibt es keine direkte Lösung dafür. Es passiert einfach -ob du willst oder nicht- und du kannst nur lernen mit der neuen Situation zu leben. Durch ein Schicksalsschlag kann sich das Leben grundlegend ändern und sie haben das Potential dich aus der Bahn zu werfen.

„Schicksalsschläge triggern bei uns häufig vier grundsätzliche Lebensthemen und zwingen uns ganz plötzlich zur Auseinandersetzung damit. Dabei handelt es sich um Sicherheit, Freiheit, Wohlstand und unsere begrenzte Lebenszeit.“

René Träder (Auszug Buch: Das Leben so NEIN. Ich so DOCH.)

Während ich diese Zeilen schreiben kommen mir meine lebensverändernden Schicksalsschläge in den Sinn. Ich bin mir sicher, dass auch du mit welchen konfrontiert warst oder bist. Falls es dich beruhigt: Du bist damit nicht alleine!

Es gibt glaube ich niemand unter uns, dem nicht einmal im Leben Dinge geschehen sind, die ihn oder sie aus der Bahn geworfen haben oder tottraurig gemacht haben oder die ihn/sie sehr schwer belastet haben. Wie gesagt, es ist kein Fehler im System, es gehört zum Leben dazu und wir müssen lernen damit bestmöglich umzugehen.

Ausschlaggebend ist dabei unsere innere Stärke, also unsere psychische Widerstandskraft, die wir RESILIENZ nennen. In meinem Blogbeitrag „Die sieben Säulen der Resilienz“ habe ich die Definition Resilienz und welche sieben Bausteine für mehr (psychische) Stabilität sorgen, beschrieben.

Prinzipiell lässt sich sagen, dass resiliente Menschen…

…besser mit Stresssituationen klarkommen,

…Probleme aktiv & konstruktiv angehen,

…dafür sorgen, dass es ihnen gut geht,

…auch in schwierigen Zeiten Optimismus und Lebensfreude bewahren,

…weniger mit ihrem Schicksal hadern und sich weniger in der Opferhaltung verfangen,

…Dinge akzeptieren, wie sie sind,

…Verantwortung übernehmen für ihre Situation und ihr Leben,

…an sich glauben und nach Lösungen suchen,

…bereit sind auch Hilfe anzunehmen.

Resiliente Menschen sehen sich als Gestalter*in ihres Leben und vertrauen auf ihre eigene Kraft schwere Zeiten, Krisen und Herausforderungen bewältigen zu können.

Das Gute ist: Resilienz ist erlernbar. Auch du kannst deine Resilienz trainieren!

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Manche Menschen verwechseln dabei Resilienz mit Resistenz.

Was ist der Unterschiede zwischen Resilienz und Resistenz?

Das Wort „Resistenz“ hat seinen Ursprung in der Biologie und beschreibt die Widerstandskraft eines Lebewesens oder Organismus gegen schädliche Einflüsse z.B. Parasiten, Klima, Krankheiten, etc. Der große Unterschied zur Resilienz ist allerdings, dass Resistenz eine feste Eigenschaft eines Systems ist, d.h. entweder man hat es oder nicht – es ist nur sehr schwer erzeugbar. Resilienz dahingegen kann trainiert, entwickelt und weiter gefördert werden.

Es geht also nicht darum, dir einen „Teflon-Taucheranzug“ anzuziehen, damit alle Herausforderungen, Stress und Krisen an dir abprallen. Es geht vielmehr darum ein neues Bewusstsein für dich selbst zu schaffen. Erkenne deine Ressourcen, also deine inneren Potentiale wie Fähigkeiten, Erfahrungen, Talente. Werde dir deiner Schutzfaktoren bewusst wie beispielsweise positive Selbstwahrnehmung, Akzeptanz und realistischer Optimismus.

Nutze diese als deine Kraftquellen!

Am Ende geht es darum, das Geschenk, das sich Leben nennt anzunehmen – mit all seinen Höhen und Tiefen! Wir brauchen die Sonne, doch ohne den Regen würde nichts wachsen. Deswegen brauchen wir beides – Sonnen- und Regentage im Leben!

Wachse auch du zur besten Version, die du gerne sein möchtest! Als dein Coach und deine Resilienztrainerin unterstütze ich die gerne auf dem Weg dorthin!

Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut – John Augstus Shed

Deshalb zieh den Anker ein, verlasse den sicheren Hafen und fang den Wind in deinen Segeln.

Entdecke, träume, erkunde. 

Mark Twain

Werde Kapitän*in deines Lebens! Denn wie Aristoteles schon gesagt hat, können wir den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel (anders) setzen.

Falls du beim Segelsetzen oder beim Lotsen durch stürmische Gewässer Unterstützung brauchst – ich bin immer für dich!!

Empower Yourself,

deine Birgit

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Hey, ich bin Birgit!

Als ganzheitlicher Resilienz-Coach unterstütze ich dich dabei wie du mehr innere Stärke & Resilienz aufbauen kannst, damit du es immer wieder schaffst, dich aufzurichten, um mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen.

So kann ich dir helfen

1:1 Coaching

In meinen 1:1 Coaching-Programmen (vor Ort oder via Zoom) klären wir deine persönlichen Themen und wie du in deine Kraft kommst und innere Stärke aufbauen kannst.

1:1 Mentoring-Programm

Du bist Berufseinsteiger, Young Professional oder Nachwuchsführungskraft? Nach der BARON-Methode® lernst du wie du mehr Klarheit, mentale Stärke und Selbstbewusstsein in dein Leben holst, um erfolgreich im (Berufs-)Leben zu stehen.

Workshop &Vorträge

In meinem Workshop erfährst du & dein Team wie ihr die Grundlagen für innere Stärke & Resilienz schaffen könnt, um eure mentale Gesundheit zu stärken.

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